DFB-Präsident genießt Atmosphäre bei Saisoneröffnung

Das ist genau der richtige Weg, um für den Amateurfußball zu werben.“ DFB-Präsident Reinhard Grindel genoss die „angenehme“ Atmosphäre bei der Saisoneröffnung im Kreisfußballverband Westküste in Brunsbüttel. Der DFB-Boss gab sich volksnah, stand  für etliche Selfies zur Verfügung und erfüllte jeden Autogrammwunsch.

Grindel sah eine perfekt organisierte Veranstaltung, bei der es allerdings eine großen Wermutstropfen gab.  Anstatt der geplanten sieben Begegnungen konnten nur sechs ausgetragen werden. A-Klässler SV Wellenkamp hatte die Partie gegen die zweite Mannschaft des BSC Brunsbüttel am Freitagabend  wegen Mannschaftsschwierigkeiten kurzfristig abgesagt. Eine peinliche Nummer, die nicht nur  bei den Brunsbütteler Gastgebern für viel Ärger sorgte. Die ambitionierten Wellenkamper, die Ende der vergangenen Saison noch um den Kreisliga-Aufstieg gespielt hatten, beginnen die Saison nun mit drei Minuspunkten.
Pünktlich mit dem Eintreffen von Reinhard Grindel schien die Sonne auf der Anlage an der Olof-Palme-Allee. Der DFB-Präsident wurde herzlich von seinem SHFV-Kollegen Hans-Ludwig Meyer und dem KFV-Vorsitzenden Werner Papist in Empfang genommen. Neben den obligatorischen Grußworten gab Grindel später auf einer Podiumsdiskussion Einblicke in seinen Gemütszustand nach der verkorsten WM in Russland. Das Thema Özil blieb zwar ausgeklammert, aber der klägliche Auftritt der Nationalelf nicht. Bundestrainer „Jogi“ Löw benötige noch Zeit für die Aufarbeitung mit den Spielern, die nach der WM erst einmal drei Wochen Urlaub hatten. Aber er sei auf einem guten Weg. Es sei jedem klar, dass man sich so nicht präsen tieren könne. Ein wichtiges Thema war außerdem der Rückgang von Mannschaften, der den KFV Westküste in besonderem Maße betrifft.  Gegenüber der Vorsaison gebe es vor allem im Jugendbereich mehr als 60 Mannschaften weniger, präsentierte Hans-Ludwig Meyer betrübliche Zahlen. Insgesamt seien es 14 Prozent weniger, so Meyer. Der Bundestrend läge bei 1,6 Prozent, ergänzte Grindel. Qualifizierte Trainer und Angebote auch neben dem Fußball, boten die beiden obersten Funktionäre als Lösungsweg ebenso an, wie die Sanierung von Sportplätzen. Der Bau von Kunstrasenplätzen werde gefördert. „Viele Vereine wissen aber nicht, an wen sie sich mit Anträgen wenden sollen“, erklärte Grindel. Denen müsse geholfen werden.