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Schiedsrichter machen Schule

Einen anderen Schultag als gewöhnlich erlebten 22 Schüler des RBZ Itzehoe am 30.10.2018. Auf Initiative des Präventionsbeauftragen im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband und im Kreisfußballverband Westküste, Michael Brucherseifer, hatte Lehrer Olaf Stahl seine Schüler auf diesen Workshop vorbereitet. Aus dem KFV Westküste führten Kreisschiedsrichterlehrwartin Kathrin Knudsen, Klaus Lehnert und Michael Brucherseifer durch das dreistündige Programm „Schiedsrichter machen Schule“.

 

Rollenspiel - SR-Gespann wird von Zuschauern bepöbelt
Rollenspiel - SR-Gespann wird von Zuschauern bepöbelt

Die Gruppe setze sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammen. Neben deutschen Schülern waren Schüler aus den Integrationsklassen des RBZ aus Eritrea, Afghanistan, Iran, Irak und Syrien dabei. Ihnen soll über ein mögliches Schiedsrichteramt die Integration erleichtert werden. Der KFV Westküste würde es begrüßen, wenn einige Teilnehmer den Weg zum nächsten Anwärterlehrgang finden würden.

 

Nach einer kurzen Kennenlernrunde, indem sich jede Gruppe über ein gemaltes Plakat vorstellte, ging es in einem gemeinsamen Dialog um die Eigenschaften, Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Schiedsrichters. Ein gutes Klima in der Gruppe und die Mitarbeit aller Anwesenden sorgte für ein tolles Miteinander und einen regen Austausch. Insbesondere die Höhe der Spesen, die Integration als Schiedsrichter in den Verein und den Sport im Allgemeinen sowie der freie Eintritt zu Spielen der Fußball-Bundesliga waren die Fragen, die die Teilnehmer am meisten interessierten. Die Referenten verdeutlichten auch die Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung, die Stärkung der Konfliktfähigkeit und das Üben von Selbstkritik als große Vorteile für das Schiedsrichteramt und einen späteren Berufseinstieg. Fairness wird heutzutage immer wichtiger und zwar im Berufs- und Privatleben.

 

Die Teilnehmer versuchten sich selbst als Schiedsrichter, indem sie verschiedene Videoszenen nach festgelegten Kriterien zu bewerten hatten. Die lebhafte Diskussion über die Szenen, in denen es durchaus bei vier Aussagen auch mal drei verschiedene Meinungen gab, machten den Vormittag zu einem lebhaften Ereignis für alle. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer nochmal in Form von Rollenspielen in die Lage versetzt sich live als Schiedsrichter zu fühlen. Dabei sollten sie in gestellten Situationen einfach mal wie ein Schiedsrichter agieren. Alle Szenen wurden nochmal erläutert, warum das eine Verhalten nun doch besser ist, als das gezeigte.

 

Nach drei Stunden waren alle Teilnehmer begeistert und erhielten eine Teilnahmebescheinigung.

 

 

Kathrin Knudsen